Rezension „Traumfänger“ – Petra Röder (spoilerfrei)

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Traumfänger – Petra Röder

14,99€ als broschierte Ausgabe im Drachenmond-Verlag (Ich habe es direkt auf der Verlagsseite bestellt und somit signiert bekommen.)

Klappentext:

Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau solch einem Traum trifft sie Matt Connor, der dort seit Monaten gefangen ist. Bald wird klar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen, doch hat ihre aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance? Denn nur wenn es Kylie gelingt, Matt und Emma aus diesem Traum zu befreien, werden die beiden auch in der realen Welt überleben. Doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, von dem Kylie erst erfährt, als es fast zu spät ist.

Mein erster Eindruck: Da ich dieses Buch schon sehr lange auf meiner Wunschliste hatte und viele positive Meinungen über dieses Buch im Netz kursieren, waren natürlich meine Erwartungen dementsprechend hoch. Ich habe ein düsteres Fantasybuch mit romantischen Momenten und einer Actiongeschichte erwartet, da Kylie sich in den Kopf gesetzt hat, ihre Schwester zu befreien. Meine Erwartungen haben sich kurz gesagt, zu sehr großen Teilen erfüllt.

Positives: Zu diesem Buch kann man sagen, dass diese ausgeklügelte Traumwelt, die die Autorin geschaffen hat, wohl ihresgleichen sucht. Detailreiche Gestaltung der Umgebung ist hier ganz klar ein Pluspunkt. Die Kreaturen und Geschöpfe der Traumwelt erwecken in keinem Kapitel den Eindruck, als ob sie nicht wirklich zur Geschichte passen.

Den Umgang zwischen den Hauptprotagonisten Kylie und Matt fand ich außerdem sehr realitätsnah. In manchen Büchern hat man ja so „Überpärchen“, die in allen Situationen absolut nachvollziehbar handeln und nie auch nur einen Fehler machen. Kylie und Matt haben Macken, machen Fehler und zeigen dennoch, wie stark Liebe werden kann, wenn man schwierige Situationen durchsteht. Ich hatte auch den Eindruck, dass das Aussehen von Matt nicht sehr stark beschrieben wurde (oder ich hab gepennt :P), das ist aber eher angenehm. Mich nerven Bücher, in denen die männliche Hauptfigur in epischen Ausmaßen über mehrere Seiten hinweg zelebriert wird. Dann lieber so. 🙂

Die Story an sich nimmt ordentlich Fahrt auf, hat überraschende Wendungen und witzige kleine Anekdoten (Bruce Lee hihi), die das Buch nicht zu düster erscheinen lassen. Man kann es prima lesen, um abzuschalten und zu träumen.

Kritik: Aus meiner Sicht wurde das Konzept und die geniale Idee mit der Traumwelt zwar sehr gut umgesetzt, dennoch sind mir einige Dinge aufgefallen, bei denen das Potential nicht ganz genutzt wurde… die Liebesgeschichte von Kylie und Matt war zwar in dem Sinne schön zu lesen, sie gehen liebevoll miteinander um und sind füreinander da, dennoch ging mir das ein wenig zu schnell. (Ich brauche ordentlich Prickeln und/oder Drama 😉 aber das ist ja nur meine subjektive Meinung…) Außerdem wurde die Ausgangssituation (ihre kleine Schwester liegt schon lange im KOMA) irgendwie ein wenig heruntergespielt. Hier haben die Emotionen der Familie gefehlt, bei der eigentlich die Nerven blank liegen müssten. (Ich weiß leider, wovon ich rede, letztes Jahr an Weihnachten lag mein großer Bruder im Koma nach einem Unfall.)

Alles in allem möchte ich hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wenn ihr Fantasy mögt, die nicht zum Mainstream gehört, dann kann ich euch Traumfänger ans Herz legen. Ich vergebe für das Buch 7 von 10 Punkten. 🙂

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