Mein Leben in Frankreich ist wie das Lied von Rihanna. Work work work und den Rest versteh ich nicht

Hallo ihr Lieben, ihr habt ja nun schon lange nichts mehr von mir gehört.

Ich bin mittlerweile mit der dritten Woche meines Praktikums beschäftigt und kann nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Die Tage rasen nur so dahin und fast bin ich einen Monat hier… aber von ganz von vorn.

Nach meiner Ankunft hab ich noch ne Woche entspannt, bevor es mit der Arbeit losgegangen ist. Ich war viel am Strand, hab mich gebräunt und viel gebadet, denn der Strand ist nur 10 Min zu Fuß von meiner Wohnung entfernt und das Wasser ist auch jetzt noch super angenehm.

Dann ging mein Praktikum los und ich wurde ganz lieb in die Arbeit eingeführt, das hat meine Kollegin Jacqueline übernommen, die auch deutsche Praktikantin ist, jedoch ist sie schon einen Monat länger hier.Sie hat wie ich Tourismus studiert, allerdings in Worms. Wir waren uns zum Beispiel schon einige Sachen ansehen, auf dem Bild unten seht ihr die große Terrasse vor der Kirche auf dem Altstadtberg von Cannes.

Die Arbeit fing mit einfachen Sachen wie Anfragen bearbeiten und Präsentationen an, aber nach einer Woche ging es dann richtig los. Ich arbeite ja in einer Eventagentur für Incentives, Seminare, Feiern, Kongresse und ähnliches, die an der Côte d’Azur abgehalten werden – und die meisten Events finden an den Wochenenden statt. Hinzu kommen das fantastische Wetter (und das ist wirklich der Hammer, ich kann immer noch Sommerkleider und Sandalen anziehen!) und dass die Sommerferien vorbei sind. Das bedeutet also, dass wir im September die meisten Gruppen anreisen… deswegen müssen wir auch alle an den Wochenenden arbeiten, also die ganze Woche im Büro und am Samstag und Sonntag dann mit der Gruppe unterwegs. (Die Tage an den Wochenenden kann ich dann mal in der Woche freimachen, wenn ich Besuch bekomme. Yay.)

Heute zum Beispiel komme ich vom Flughafen, der Aufsichtsrat einer erfolgreichen deutschen Versicherung hat die Reise an die Côte d’Azur als Incentive bekommen. Alles erstklassig versteht sich. 5-Sterne-Hotel mit Privatstrand, Gourmetmenüs, Weinverkostungen, Segelregatta… mit dem Budget pro Person für das kurze Wochenende kauft sich unsereins ein Auto. ^^ Ich werde also das Wochenende mit der Gruppe verbringen und diese bei all ihren Aktivitäten begleiten.

Das also zu meiner Arbeit… was mein Leben in Cannes angeht, kann ich mich auch nicht beschweren. Mein französisch fühlt sich jedenfalls nicht mehr so eingerostet an, aber dennoch hab ich manchmal echt Probleme, die Leute zu verstehen… auch wenn ich nachfrage, ob langsamer sprechen auch geht – die machen das einfach nicht… ^^

Meine Mitbewohner in meiner WG machen sich auch ständig über mich lustig, dass ich immer nachfrage und nichts verstehe, obwohl sie natürlich lieb zu mir sind und es dann nochmal wiederholen. Ich habe insgesamt 3 Mitbewohner, alles Franzosen. Anais und Henri sind beide 24 und machen hier ein Praktikum wie ich, in den 5-Sterne-Hotels Martinez und Majestic. Die beiden sind unglaublich sympathisch und ich hab sie schon total lieb gewonnen, auch wenn Henri sich darüber lustig macht, dass ich die französischen Zahlen nicht kapiere… aber mal ehrlich, wer sich die ausgedacht hat, gehört gefeuert. Kleiner Einblick: wenn man zum Beispiel 96 sagen will, heißt das auf französisch „vier zwanzig sechzehn“ schnell hintereinander gesagt – also 4 mal 20 plus 16 quasi, denn es gibt keine Wörter für die Zahlen ab 70… 70 bedeutet dann übrigens „sechzig zehn“.

Mein dritter Mitbewohner heißt übrigens Bruno, arbeitet als Grafiker-Videoschnitt-Kameramann-irgendwas  und ist irgendwie schon 50, aber da er nie aus seinem Kämmerchen raus kommt, außer um Nudeln zu kochen, zählt er irgendwie nicht.

Das Leben in Cannes ist an sich viel teuer, als ich es von Stralsund gewohnt bin. Ich zahle für mein WG-Zimmer mehr als damals für eine Zweiraumwohnung, die Lebensmittel sind so teuer, dass ich gefühlt immer nur dieselben Sachen esse und 15 Euro für eine kleine Flasche Sonnencreme gelten hier als normal. Das ist wirklich eine andere Welt…

Unten seht ihr nochmal ein paar Fotos. 🙂

Viele sonnige Grüße aus Cannes. Cassandra

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Mit den Kunden haben wir zum Beispiel auch eine Oldtimertour gemacht und der Start war in Monaco.
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Impression aus Monaco. Die Stadt hat irgendwie was Unwirkliches.
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Meine Kollegin Jacqueline et moi 🙂
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Der Sonnenaufgang letztens von meinem Balkon aus.

 

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Wenn die Klienten eine Weinverkostung machen, haben die Praktikanten Zeit, Fotos von der Gegend zu schießen. Ile St Honorat vor Cannes
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Ein anstrengender Arbeitstag 😀

2 thoughts on “Mein Leben in Frankreich ist wie das Lied von Rihanna. Work work work und den Rest versteh ich nicht

  1. Ich habe deinen Artikel wirklich genossen. Einmal hatte ich auch die Möglichkeit Cannes zu besuchen und es war ein sehr schönes Erlebnis. Ich wünsche dir viel Spaß und viel Erfolg!

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    1. Hey Dave, danke für deine lieben Worte 🙂 ich bin ja nun schon drei Monate hier und habe viel zu berichten, aber ich komme nicht wirklich dazu, aber bald gibt es Neuigkeiten auf meinen Blog. Viele Grüße nach Hamburg – meine liebste deutsche Stadt, wenn ich nach Deutschland zurück komme, ziehe ich in die Nähe von Hamburg 🙂 LG Cassandra

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