Rezension „Alfie kehrt heim“ – Rachel Wells (spoilerfrei)

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Alfie kehrt heim – Rachel Wells

8,99€ als Taschenbuch im Bastei Lübbe Verlag

Klappentext:

Kater Alfie ist todtraurig: Seine Besitzerin ist plötzlich gestorben! Und jetzt soll er auch noch ins Tierheim abgeschoben werden. Er nimmt allen Mut zusammen und macht sich auf, ein neues Heim zu suchen. Das Leben als Streuner ist hart, trotzdem schlägt Alfie sich tapfer durch. Irgendwo muss es schließlich jemand geben, der ihn liebt! Doch dann findet er nicht nur ein Zuhause, sondern gleich ganz viele. Denn die Menschen von der Edgar Road brauchen ihn dringender, als Alfie sich das je erträumt hätte …

Kurze Inhaltsübersicht: Nachdem seine Besitzerin gestorben ist, hat der kleine verwöhnte Kater keine Lust auf das Tierheim und bricht kurzerhand aus. Er schlägt sich als Streuner durch – immer auf der Suche nach einer neuen Familie und einem neuen Heim. Er landet in der Edgar Road mit vielen neu gebauten Häusern, in die neue Familien einziehen. Da er aber Sicherheit haben will, sucht er sich gleich mehrere Familien und wird zur Haustürkatze. Er erlebt Situationen des echten Lebens und versucht, alle seine Besitzer auf seine Art und Weise glücklich zu machen.

Erster Eindruck: Dieses Buch hab ich spontan in einem Supermarkt gekauft, da mich das Cover und der Klappentext so angesprochen haben. Ich bin eine crazy cat lady und liebe alles, was mit Katzen zu tun hat (habe zu Hause auch selber einen kleinen Tiger namens Diego, den ich wie ein Familienmitglied liebe). Da ich die Geschichte um Bob den Streuner schon so süß fand, musste das Buch mit.

Positives: Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gefallen, sehr leicht geschrieben, man kann das Buch in einem Rutsch weglesen. Das Buch ist außerdem aus Sicht des Katers geschrieben (!), sodass man direkt im Geschehen ist. Die Story ist so süß und herzerwärmend erzählt, dass man mit Alfie regelrecht mitfiebert, ob er seine Familien findet und wie er sie von sich überzeugt. Da ich wie gesagt selber einen Kater habe, der in seiner Kindheit viel Schlimmes durchgemacht hat und deswegen ein kleiner Angsthase ist, konnte ich die Gedanken von Alfie sehr gut nachvollziehen und hatte den kleinen Tiger vor Augen. Er möchte sein Leben absichern, immer einen ruhigen Schlafplatz und regelmäßig umsorgt werden, ohne seine Freiheit zu verlieren – das ist alles so typisch für Katzen, sodass die Entscheidungen von Alfie immer nachvollziehbar sind.

Kritik: Also an sich kann ich kaum negative Punkte finden, mir ist jedoch bewusst, dass ich als Katzenliebhaber wohl geradezu prädestiniert bin, solche Bücher toll zu finden. Dieses Buch ist vielleicht nicht unbedingt ein literarisches Meisterwerk, es ist eher etwas für zwischendurch, zum Beispiel zum Abschalten im Urlaub. Man sollte also keine großen epischen Momente erwarten – es ist, was es ist: ein Katzenroman.

Fazit: Ich würde das Buch empfehlen, wenn man mal abschalten möchte und sowieso wenn man ein Katzenfreund ist. Super süße Story mit viel Herz. Ich vergebe 7 von 10.